Phänomenologisch-psychologisches paradigma

Weil die philosophische Denkströmung der Phänomenologie vielfältige empirische Ansätze inspirieren konnte, ist sie auch für die qualitative Forschung ein fruchtbarer Boden. Dabei entsteht allerdings keine einheitliche Technik oder Methode, sondern eine konsequente und strenge Besinnung auf die Gegebenheitsweisen der ursprünglichen Erfahrung. Deswegen sind Gegenstandsangemessenheit und die Befreiung von theoretischen Präsuppositionen essenzielle Voraussetzungen für die Entwicklung neuer Perspektiven auf die empirische Psychologie.

Nach einer Einführung der Schlüsselbegriffe wird unter Berücksichtigung der Geschichte von der phänomenologischen Orientierung in der Psychologie einerseits die kritische Auseinandersetzung mit dem psychologischen Experiment und andererseits eine hermeneutische Interpretation von Interviews als die typischen Formen der Untersuchung herausgestellt.

Auch wenn der Minimalkonsens zwischen diesen Auffassungen forschungspraktisch schwer zu finden ist, erweist sich die phänomenologische Haltung als eine Einstellung, die selbst heterogene Ansätze miteinander in den Dialog zu bringen vermag. This is a preview of subscription content, access via your institution. Aanstoos, C. The think-aloud method in descriptive research. Journal of Phenomenological Psychology, 14 , — CrossRef Google Scholar.

Bitbol, M. Neurophenomenology and the microphenomenological interview. Velmans Hrsg. New Jersey: Wiley. Google Scholar. Bollnow, O. Eine Einführung in seine Philosophie. Schaffhausen: Novalis. Brentano, F. Psychologie vom empirischen Standpunkte. Breyer, T. Attentionalität und Intentionalität. Paderborn: Fink.

Phänomenologische Psychologie

Brinkmann, S. Qualitative interviewing. New York: Oxford University Press. Churchill, L. Ethnomethodology and measurement. Social Forces, 50 2 , — Cusinato, G. Person und Selbsttranszendenz. Dilthey, W. Ideen über eine vergleichende und zergliedernde Psychologie. Misch Hrsg.

Attentionale Horizonte zwischen Phänomenologie und Psychologie (2015)

Stuttgart: Teubner. Eberle, T. Human Studies, 35 2 , — Embree, L. Dordrecht: Springer. Faulstich, P. Günther Hrsg. New York: Routledge. Fink, E. Die phänomenologische Philosophie Edmund Husserls in der gegenwärtigen Kritik. In Studien zur Phänomenologie — S. Den Haag: Nijhoff. From, F. Perception of other people.

PsychAuthors

New York: Columbia University Press. Fuchs, T. Non-verbale Kommunikation: Phänomenologische, entwicklungspsychologische und therapeutische Aspekte. Zeitschrift für Klinische Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie, 51 4 , — Gadamer, H. Erinnerungen an Heideggers Anfänge. Dilthey Jahrbuch, 6 , 13— Gallagher, S. Experimenting with phenomenology. Consciousness and Cognition, 15 1 , — CrossRef PubMed Google Scholar.

Comprendre: Revista catalana de filosofia, 19 1 , 19— Geiger, M. Alexander Pfänders methodische Stellung. Löw Hrsg. Leipzig: Barth. Gerst, D. An interview issue. Zugegriffen am Giorgi, A. The descriptive phenomenological method in psychology: A modified Husserlian approach. Pittsburgh: Duquesne University Press. Godina, B.

Die phänomenologische Methode Husserls für Sozial- und Geisteswissenschaftler: Ebenen und Schritte der phänomenologischen Reduktion. Wiesbaden: Springer. Graumann, C. Grundlagen einer Phänomenologie und Psychologie der Perspektivität.

Berufliche Bildung aus der Perspektive des lernenden Subjekts

Berlin: de Gruyter. Phänomenologische Analytik und experimentelle Methodik in der Psychologie. Holzkamp Hrsg. Frankfurt a. Phenomenological analysis and experimental method in psychology — the problem of their compatibility. Journal for the Theory of Social Behaviour, 18 1 , 33— Phänomenologische Psychologie.

Wenninger Hrsg. Weinheim: Psychologie Verlags Union. Görlitz, H. Harloff, G. Valsiner Hrsg. Developing relationships S. Die Phänomenologische Orientierung in der Psychologie. Schneewind Hrsg. München: Reinhardt. Gurwitsch, A. Das Bewusstseinsfeld. Heidegger, M. Sein und Zeit. Herzog, M. Heidelberg: Asanger. Hezewijk, R. Idols of the psychologist: Johannes Linschoten and the demise of phenomenological psychology in the Netherlands.