Psychologisch wiederkehrende unfälle
Herausgegeben von den Berufsverbänden für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland. Es gibt keinen Menschen, der frei von Angst ist. Ohne dass es uns immer bewusst ist, führt uns Angst durch die Gefahrnisse des Lebens.
Dann spricht man von einer Angsterkrankung. Angsterkrankungen zählen neben Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Eine unbehandelte Angststörung kann sich immer mehr verselbstständigen. Als Folge ziehen sich die Betroffenen immer mehr aus dem Leben zurück.
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Neben den Ängsten und den damit einhergehenden körperlichen Symptomen leiden sie unter einem mangelnden Vertrauen in die eigene Stärke und unter dem Gefühl des Ausgeliefertseins. Eine Gefahr liegt auch im Dauergebrauch von Beruhigungsmitteln wie den Benzodiazepinen, die nur für den kurzfristigen Einsatz geeignet sind. Bei der Panikstörung leidet man unter wiederkehrenden schweren Angstanfällen mit heftigen körperlichen und psychischen Symptomen wie:.
Eine Attacke kann wenige Minuten und im Extremfall einige Stunden anhalten - die meisten Panikattacken dauern jedoch nicht länger als 30 Minuten. Die Häufigkeit der Attacken kann zwischen mehrfach täglich bis monatlich schwanken. Die Patienten leben manchmal in ständiger Angst vor der nächsten Attacke. Nicht selten stellen sie sich in der Notfallambulanz eines Krankenhauses vor oder gehen oft von Arzt zu Arzt, weil sie das Vorliegen einer lebensbedrohlichen Erkrankung, wie zum Beispiel eines Herzinfarkts befürchten.
Panikattacken können völlig überraschend entstehen, zum Beispiel, während man sich in Ruhe vor dem Fernseher befindet.
Was sind Angsterkrankungen bzw. Angststörungen?
Sie können sie aber auch in bestimmten Situationen ausgelöst werden. In etwa zwei Drittel der Fälle ist die Panikstörung mit einer Agoraphobie auch Platzangst genannt verbunden; dabei hat der Betroffene in bestimmten Situationen oder Orten Furcht und meidet sie. Meist sind dies Orte, an denen es schwierig wäre, einen Arzt herbeizuholen oder Situationen, in denen man befürchtet, nicht schnell genug heraus zu kommen oder peinliches Aufsehen zu erregen, wenn man wegen einer Panikattacke Hilfe benötigt:.
In schweren Fällen können die Betroffenen ihr sicheres gewohntes Umfeld kaum noch allein verlassen und sind an das Haus gebunden. Frauen erkranken zweimal häufiger als Männer an Panikstörungen. Etwa 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung leiden an dieser Angststörung. Die meisten Patienten entwickeln die Symptome zwischen dem Mitte 30 ist die Ausprägung am stärksten; nach dem Lebensjahr verlieren sich die Symptome oft.
Das wesentliche Symptom der generalisierten Angststörung sind anhaltende Sorgen oder Ängste, die viele Lebensbereiche umfassen und nicht auf bestimmte Situationen beschränkt ist. Die Angst kann ohne Grund auftreten. Die Patienten sind innerlich unruhig, angespannt, nervös und haben häufig Schlafstörungen.
Ein wichtiges Merkmal ist das Gefühl einer nahenden Katastrophe. Angstsymptome treten nicht - wie bei der Panikstörung - alle gleichzeitig in Form eines plötzlichen Angstanfalls auf, sondern einzeln und über den Tag verteilt:. Die Sorgen führen dazu, dass sich die Patienten Dinge vermeiden oder aufschieben, wie zum Beispiel Reisen. Die Abgrenzung zu Depressionen fällt oft schwer.
Die generalisierte Angststörung ist bei Frauen häufiger. Rund 4 bis 6 Prozent der Bevölkerung leiden unter dieser Angsterkrankung. Sie beginnt meist um das Lebensjahr herum und kann auch im höheren Lebensalter noch bestehen. Die Soziale Phobie ist eine extreme Form der Schüchternheit. Menschen mit einer Sozialphobie haben in Situationen Angst, in denen sie sich von ihren Mitmenschen kritisch betrachtet oder beobachtet fühlen:.
Menschen mit einer Sozialphobie vermeiden deshalb solche Situationen. Wenn sie solche Situationen durchstehen müssen, leiden sie unter Erröten, Zittern, Angst zu Erbrechen oder Toilettendrang. Rund sieben Prozent der Bevölkerung sind von sozialer Phobie betroffen. Die Angststörung beginnt meist schleichend schon in der Kindheit oder Jugend.
Am schlimmsten sind die sozialen Ängste zwischen dem Lebensjahr; danach können sie sich oft bessern. Bei den spezifischen Phobien wird die Furcht durch einzelne Objekte oder Situationen hervorgerufen, die in der Regel ungefährlich oder harmlos sind. Dazu gehört die Furcht vor Tieren Hunde, Katzen, Mäuse , Insekten wie Wespen, Spinnen, die Höhenphobie sowie die Blut- und Verletzungsphobien z.
Angst vor Spritzen. Schon der Gedanke an die entsprechenden Situationen oder Objekte verursacht Angst, die von leichtem Unbehagen bis hin zur panischen Angst reichen kann. Dass anderen Menschen die gleiche Situation nichts ausmacht, lindert die Furcht der Betroffenen nicht. Oft wissen die Patienten, dass sie übertrieben reagieren, und schämen sich dafür.
Frauen sind häufiger als Männer von Phobien betroffen. Fachliche Unterstützung: Prof. Borwin Bandelow Autor , Göttingen DGPPN und PD Dr. Michael Rufer, Zürich SGPP. Berufsverbände für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland:. Berufsverband Deutscher Neurologen e.
BDN Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland BKJPP e. Berufsverband Deutscher Nervenärzte e. BVDN Berufsverband Deutscher Psychiater e. Neurologen und Psychiater im Netz Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen. Angsterkrankungen Besonderheiten im Alter Wann ist Angst krankhaft?
Ursachen Diagnostik Therapie Informationen für Angehörige Links Quellen. Die wichtigsten Formen sind: Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie Generalisierte Angststörung Soziale Angststörung Spezifische Phobien Eine unbehandelte Angststörung kann sich immer mehr verselbstständigen. Meist sind dies Orte, an denen es schwierig wäre, einen Arzt herbeizuholen oder Situationen, in denen man befürchtet, nicht schnell genug heraus zu kommen oder peinliches Aufsehen zu erregen, wenn man wegen einer Panikattacke Hilfe benötigt: Menschenmengen öffentliche Plätze Reisen über weite Entfernungen von zu Hause alleine verreisen, in einer Schlange stehen Fahrstuhl, Bus oder Auto zu fahren im Flugzeug fliegen In schweren Fällen können die Betroffenen ihr sicheres gewohntes Umfeld kaum noch allein verlassen und sind an das Haus gebunden.
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Generalisierte Angststörung Das wesentliche Symptom der generalisierten Angststörung sind anhaltende Sorgen oder Ängste, die viele Lebensbereiche umfassen und nicht auf bestimmte Situationen beschränkt ist. Soziale Angststörung Soziale Phobie Die Soziale Phobie ist eine extreme Form der Schüchternheit. Spezifische Phobien Bei den spezifischen Phobien wird die Furcht durch einzelne Objekte oder Situationen hervorgerufen, die in der Regel ungefährlich oder harmlos sind.
Herausgeber Berufsverbände für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland: Deutschland: Berufsverband Deutscher Neurologen e.