Psychologischer gesprächsleitfaden

Sonnenschmidt : Das Tier im Familiensystem : Psychologischer Leitfaden für Tierarzt und Tierhalter

Johanna Disselhoff Arbeit 4. Und nicht selten mündet eine längere Phase der Überforderung in Krankheit oder sogar Burnout. Die überforderten und überlasteten MitarbeiterInnen suchen sogar teilweise immer wieder das Gespräch mit Vorgesetzten, finden aber entweder kein Gehör oder können die Ursache der Überlastung nicht ausreichend identifizieren. Denn häufig liegt es gar nicht an der Menge der Arbeit oder an der Anzahl der Aufgaben, sondern Überforderung entsteht meistens aus dem Gefühl, eine Situation nicht mehr unter Kontrolle zu haben.

Und dieses Erleben ist entscheidend, denn aus dem andauernden Gefühl der Hilflosigkeit entstehen oft Krankheiten und Zusammenbrüche. In der Psychologie wird dieses Thema oft unter dem Begriff Selbstwirksamkeit zusammengefasst.

Psychologische Begutachtung bei Adipositaschirurgie

Die MitarbeiterInnen müssen wieder das Gefühl erlangen, dass sie selbst etwas an der Situation ändern können und dass sie selbst mit entscheiden können. Wie ein erstes Gespräch zu diesem Thema ablaufen kann, erkläre ich Ihnen in den folgenden 3 Schritten: 1. Gehen Sie dabei vorsichtig und offen vor, denn evtl. MitarbeiterInnen, die an ihren eigenen Grenzen angekommen sind, wünschen sich oft, dass jemand ihre Lage erkennt und ihnen Hilfe anbietet.

Neues Gutachten zur MPU: Psychologischer Leitfaden für Verkehrsgutachter

Sie merken es daher in einem persönlichen Gespräch meist schnell, ob jemand Hilfe möchte und sich öffnet. Dieses Anerkennen der Situation führt meistens schon direkt zu einer Entlastung und kann die weiteren Schritte ermöglichen. Entlasten Im zweiten Schritt sollten Sie dann konkrete Schritte zur Entlastung erarbeiten.

Meistens wissen MitarbeiterInnen das sehr genau und haben auch oft schon gute Ideen für nächste Schritte. Daher kann es hilfreich sein, Entscheidungsspielräume zu eröffnen und Handlungsfreiheit zu gewähren. Natürlich kann es notwendig sein, dass Arbeitsaufgaben neu verteilt werden. MitarbeiterInnen brauchen Ziele und eine klare Vision, um engagiert und motiviert zu arbeiten.

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Sollte der Mitarbeiter ganz anderer Meinung sein und sich sicher sein, dass er ein bestimmtes Ziel erreichen kann, dann könnte es durchaus sinnvoll sein, ihm eine gewisse Zeitspanne einzuräumen und ihm die Chance zu geben, sich zu beweisen. Vielleicht unterstützen Sie dieses Vorhaben mit einer entsprechenden Weiterbildung für den Mitarbeiter und besprechen eine Testphase mit klaren Zielen.

Manchmal wachsen Mitarbeiter förmlich über sich hinaus, wenn sie die richtigen Chancen bekommen. Denn in jedem Fall sind kranke MitarbeiterInnen auf die Dauer teurer als ein Seminar zur Gesprächsführung, eine persönliche Beratung oder ein Team-Coaching.