Transzendentale psychologie ausbildung
Das psychodynamische Therapieformat beschäftigt sich primär mit der Überlagerung oder Beeinträchtigung des Erlebens von Erwachsenen durch die Beziehungserfahrungen der frühen Kindheit. Weil sich in dieser Perspektive mitunter platte, kausal-historische Kurzschlüsse einschleichen, hat sich das psychodynamische Format in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts den Vorwurf vonseiten der Humanistischen Psychologie eingehandelt, einem manchmal zu reduktionistischen und deterministischen Blickwinkel anzuhängen.
Die Humanistische Psychologie hat demgegenüber das menschliche Potential zu Kreativität, Freiheit, Verantwortung und Authentizität oder Selbstaktualisierung betont und damit sechzig Jahre nach Entstehung der Psychoanalyse eine zweite Blütezeit der Psychotherapie initiiert. Sie hat die therapeutischen Prozesse bereichert, indem sie sich am vitalen Erleben von Menschen orientierte, und hat den Körper und damit die Emotionen und Gefühle und deren Bedeutung für das Erleben des Selbst und der Welt in den therapeutischen Raum zurückgeholt.
Gegenüber der psychodynamischen Betonung einer gefestigten Selbstidentität hat sie die Prozesshaftigkeit und vor allem die Offenheit des menschlichen Selbst hervorgehoben.
Dr. Karin Barve
Sie hat auch den therapeutischen Dialog aus seiner Vergangenheitsorientiertheit gelöst und in Gegenwärtigkeit und Gewahrsein gegründet. Inhaltlich bewegen sich vor allem die Existenziellen Strömungen der Humanistischen Psychologie innerhalb eines geistigen Horizonts, in dem angesichts unverständlicher Symptome, Sorgen und Leid nicht nach einem persistierenden, kindlichen Erleben gefragt wird, sondern auf welche ultimativen existenziellen Belange und Herausforderungen die Eigentümlichkeiten menschlichen Leids und Sorge verweisen.
Zu diesen sogenannten ultimativen Belangen gehört der Tod und die Vergänglichkeit, die Freiheit, die Liebe und die Frage der Zugehörigkeit; die Sinnhaftigkeit der Existenz und die Frage, wer wir jenseits unserer Überzeugungen, Identifikation und sozialen Rollen eigentlich sind. Man kann von hier aus ermessen, dass es sich um einen ungleich weiteren Horizont handelt.
Zu den ultimativen Belangen gehört auch die Frage, ob es eine geistige Realität gibt, die das Selbst und das Personale überschreitet. Sie fällt in ein Territorium, das in vormoderner Sprache als Metaphysik oder Spiritualität bezeichnet wurde und seit den Arbeiten von Abraham Maslow und anderen auch als Transpersonale Psychologie beschrieben wird. Diese Perspektive auf das Bewusstsein zeichnet sich vor allem in ihren nicht-theistischen Versionen auch dadurch aus, dass sie zwar diskursiv erörtert werden können, als Erfahrung aber weder über Sprache noch über das Denken zugänglich sind.
Der Workshop wird also auch eine systematische Erforschung der Bedeutung und der Essentials meditativer Erfahrung beinhalten.
Existenzielle und Transpersonale Psychologie*
Er leitet die deutsche Ausbildung in Unitiver Körperpsychotherapie und ist Dozent und Supervisor für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Zahlreiche Veröffentlichungen zur körperpsychotherapeutischen und tiefenpsychologischen Geschichte, Metatheorie und Methodik; Co-editor des Handbuchs der Körperpsychotherapie. Merkzettel 0 Galerie Galerie Programm.
Deutsch English. Sie haben noch keine Veranstaltungen auf dem Merkzettel.
Berufliche Biographie
Gustav Marlock. Veranstaltungen Veröffentlichungen Veranstaltungen Typ: Fort-, Weiter- und Ausbildung Fortbildung — Workshops Kursleitung: Gustav Marlock Kursnummer: Veröffentlichungen Zum Strukturwandel des Seelischen in der Postmoderne. Körperpsychotherapie und Humanistische Psychologie.