Schlafstörung psychologisch

Die meisten Menschen kennen das: man hat abends Probleme einzuschlafen, wacht mitten in der Nacht auf oder ist morgens schon lange wach, bevor der Wecker klingelt. Am nächsten Tag fühlt man sich dann nicht ausgeruht.

Ursachen von Schlafstörungen

Kommt dies mindestens dreimal pro Woche über einen Zeitraum von länger als einem Monat vor, so spricht man von einer Schlafstörung, wenn zusätzlich das Befinden oder die Leistungsfähigkeit am Tage beeinträchtigt ist. Dabei ist es wichtig herauszufinden, ob die Schlafstörung Ausdruck einer anderen psychischen z. Atemaussetzer während des Schlafes ist.

Zudem kann die Einnahme von Medikamenten bzw.

Schlafstörungen: Psychologischer Trick

Die Behandlung einer Schlafstörung wird sich folglich je nach Ursache stark unterscheiden. Bei organischen Schlafstörungen werden vor allem körperliche Ursachen z. Bei nichtorganischen Schlafstörungen hingegen werden primär psychische Ursachen, wie etwa Stress und ungünstige Verhaltensweisen bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Erkrankung angenommen.

Im weiteren Text wird der Schwerpunkt auf nichtorganische Schlafstörungen gelegt, da diese besonders häufig bei Erwachsenen sind. Der Fachbegriff für diese Schlafstörungen lautet "Insomnie". Folgende Probleme mit dem Schlaf stehen im Vordergrund:. Ein- und Durchschlafstörungen treten häufig gleichzeitig auf. Zudem gehen sie mit einer Beeinträchtigung des Befindens z.

Die Betroffenen leiden folglich erheblich unter den Schlafstörungen. So kann die Konzentrationsfähigkeit nachlassen, wenn man tagsüber sehr müde ist. Dauern Schlafstörung lange an, so können Sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen z. Herzinfarkt, Herzversagen, Bluthochdruck erhöhen, ebenso steigt das Risiko an Diabetes zu erkranken.

Auch begünstigen Schlafstörungen das Auftreten von psychischen Erkrankungen, wie etwa Depressionen. Nicht zuletzt ist erholsamer Schlaf wichtig, damit sich Lern- und Gedächtnisinhalte im Gehirn verfestigen können uns sich unser Körper in diesen Phasen regenerieren kann. Schlafstörungen Insomnien sind sehr häufig, insgesamt leiden etwa 6 von Personen innerhalb eines Jahres an einer chronischen Insomnie, wobei Frauen im Durchschnitt häufiger betroffen sind als Männer.

Das Risiko für eine Schlafstörung steigt mit zunehmendem Alter an. Auch treten Schlafstörungen häufig gleichzeitig mit anderen psychischen oder körperlichen Erkrankungen auf oder stellen beeinträchtigende Beschwerden im Rahmen von psychischen Erkrankungen z. Bei der Entstehung von Schlafstörungen werden verschiedene Faktoren und ihr Zusammenspiel diskutiert.

So wird angenommen, dass es vorab festgelegte, auslösende und aufrechterhaltende Faktoren gibt, die bei der Entstehung von Schlafstörungen eine Rolle spielen. Vorab festgelegte Faktoren sind etwa genetische Einflüsse z. Auslösende Faktoren sind Stressfaktoren, wie zum Beispiel Konflikte mit anderen Menschen oder erlebter Stress im Beruf. Bei vielen Menschen treten Schlafstörungen in Folge von Stressfaktoren auf, allerdings klingen sie in der Regel ab, wenn das als belastend empfundene Ereignis z.

Bei der Entwicklung langanhaltender Schlafstörungen sind meist zusätzliche Stressfaktoren oder aufrechterhaltende Faktoren beteiligt. So kann unter anderem auch das Verhalten der Betroffenen dazu führen, dass Schlafstörungen aufrechterhalten werden. Viele Betroffene verlängern zum Beispiel die Zeit, die sie nachts im Bett verbringen oder versuchen den nächtlichen Schlafmangel über einen Mittagsschlaf am Tag auszugleichen.

Durch diese Verhaltensweisen wird der sogenannte Schlafdruck also das Bedürfnis der betreffenden Person zu schlafen verringert, was wiederum dazu führen kann, dass die Person z. Schwierigkeiten beim nächtlichen Einschlafen hat. Neben dem Verhalten sind auch die Gedanken daran beteiligt, ob sich Schlafstörungen entwickeln.

So haben Betroffene oftmals belastende Gedanken und das Gefühl nicht abschalten zu können. Häufig befassen sie sich gedanklich mit ihren Schlafproblemen und deren möglichen Konsequenzen z. Darüber hinaus gibt es noch weitere Faktoren, wie z. Wichtig zu wissen ist: Niemand ist an seiner Schlafstörung "selbst schuld". Diese Erkrankung kann jeden treffen. Die oben genannten Beispiele z.

Unterstützung von anderen z. Zunächst ist es wichtig, die Beschwerden in Bezug auf den Schlaf ernst zu nehmen. Halten diese über einen längeren Zeitraum an, sollte ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe aufgesucht werden. In einem ersten Gespräch geht es um die einzelnen Beschwerden, das aktuelle und frühere Schlafverhalten, die Lebenssituation mit stärkenden und belastenden Bedingungen, die Familiengeschichte sowie mögliche körperliche und seelische Erkrankungen.

Insbesondere wenn sich Betroffene zum ersten Mal mit Schlafbeschwerden in Behandlung begeben, sollte ausführlich geprüft werden, ob möglicherweise körperliche oder andere psychische Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten bzw. Genussdrogen die Schlafstörungen bedingen. Um herauszufinden, ob bestimmte Schlafstörungen z. Atemaussetzer vorliegen, kann auch die Untersuchung in einem Schlaflabor aufschlussreich sein.

Ein diagnostisches Gespräch und möglicherweise witerführende körperliche Untersuchungen sind wichtig, um herauszufinden, ob jemand an einer Schlafstörung erkrankt ist, wo die Ursache der Störung liegt und wie stark diese ausgeprägt ist. Dabei hat sich ein bestimmtes Verfahren, die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie für Insomnien als besonders wirksam erwiesen.

Dieser Behandlungsansatz ist speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Schlafstörungen angepasst und umfasst verschiedene Therapiebausteine, wie etwa Psychoedukation d. Einzelne Therapiebausteine erfordern zum Teil, dass Betroffene über einen festgelegten Zeitraum nachts deutlich weniger schlafen und tagsüber auf einen Mittagsschlaf verzichten.

Dies kann die Fähigkeit, über einen längeren Zeitraum aufmerksam zu bleiben, reduzieren, weshalb vor allem bei therapeutischer Schlafverkürzung darauf geachtet werden sollte, dass keine Tätigkeiten durchgeführt werden, die möglicherweise gefährlich werden könnte z. Falls die psychotherapeutische Behandlung nicht durchführbar ist oder nicht ausreichend wirksam ist, können kurzfristig Medikamente eingesetzt werden.

SCHLAFSTÖRUNG

Dabei kann die Einnahme von sogenannten Benzodiazepinen oder Z-Substanzen über einen kurzen Zeitraum von maximal 4 Wochen! Allerdings wird von einer längeren oder gar langfristigen Behandlung mit Benzodiazepinen abgeraten, da diese Medikamente starke Nebenwirkungen haben können z. Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit am nächsten Morgen.

Die Einnahme von Benzodiazepinen und Z-Substanzen kann abhängig machen und Schlafstörungen kehren oftmals nach einem Absetzen dieser Medikamente wieder zurück. Antidepressiva , die üblicherweise zu Behandlung von Depressionen eingesetzt werden und für eine Behandlung von Schlafstörungen über einen kurzen Zeitraum nützlich sind. Im Vergleich zu Benzodiazepinen haben sie den Vorteil, dass sie kein Abhängigkeitspotential besitzen.

Die Behandlung mit Psychotherapie hat den Vorteil, dass sie sowohl kurz- als auch langfristig bei Schlafstörungen wirksam ist. Wohingegen sich die Wirksamkeit bei der Behandlung mit Medikamenten Benzodiazepinen, Z-Substanzen und Antidepressiva bisher nur kurzfristig als wirksam erwiesen hat. Im Folgenden möchten wir Ihnen Tipps vorstellen, die einen gesunden Schlaf begünstigen können.

Wichtig dabei ist: Es mag sein, dass Sie bereits einige oder mehrere der folgenden Tipps in ihrem Alltag umsetzen, aber nach wir vor Beschwerden haben. Das mag daran liegen, dass die Tipps vor allem hilfreich sind, wenn sie erst seit kurzem unter Schlafstörungen leiden. Bei Schlafstörungen, die schon lange andauern, ist es möglich, dass die alleinige Befolgung der Tipps nicht ausreichend ist und eine mögliche Behandlung in Betracht gezogen werden sollte.

Dilling, H. Taschenführer zur ICDKlassifikation psychischer Störungen. Huber, Bern. Maurer, J. Physiologische Grundlagen des normalen und gestörten Schlafes. In Praxis der Schlafmedizin pp. Riemann, D. Nissen, C. Somnologie, 21 1 , Moritz Köhnen Psychologe , Prof. Martin Härter Arzt und Psychologischer Psychotherapeut , Prof.

Dieter Riemann Psychologischer Psychotherapeut, Universität Freiburg , Prof. Klaus Junghanns Psychiater und Neurologe, Leiter der Schlafmedizin in Hamburg , PD Dr. Jörg Dirmaier Psychologischer Psychotherapeut. Datum der Erstellung: Startseite Psychische Gesundheit Psychische Erkrankungen Schlafstörungen. Was sind Schlafstörungen? Gibt es unterschiedliche Formen von Schlafstörungen und was sind Kennzeichen von Schlafstörungen?

Folgende Probleme mit dem Schlaf stehen im Vordergrund: Einschlafstörungen: Betroffene haben Schwierigkeiten, trotz Müdigkeit abends einschlafen zu können. Durchschlafstörungen: Betroffene wachen nachts ein oder mehrmals grundlos auf. Frühes Erwachen: Betroffene wachen frühmorgens auf, ohne ausreichend geschlafen zu haben, und können nicht wieder einschlafen.

Wie häufig sind Schlafstörungen? Wie entstehen Schlafstörungen? Wie findet man heraus, ob man unter einer Schlafstörung leidet? Wie werden Schlafstörungen behandelt? Was können Sie selber tun-Tipps zur Schlafhygiene? Sie sollten nach dem Mittagessen auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Schwarztee, Energy drinks usw. Alkohol sollte weitestgehend vermieden werden und nicht als möglicher Schlummertrunk genutzt werden.

Reduzieren Sie Ihren Nikotinkonsum z. Verzichten Sie am Abend auf allzu schwere Mahlzeiten. Bewegen Sie sich viel am Tag, aber nicht in den letzten drei Stunden, bevor Sie zu Bett gehen. Reduzieren Sie Schritt für Schritt schwere körperliche z. Ausdauersport oder geistige Anstrengungen z.