Der todestrieb psychologie
Letzte Aktualisierung: Januar Vermutlich wirken nur wenige Begriffe so düster und beängstigend auf uns, wie der von den Psychoanalytikern benannte Todestrieb oder Thanatos. Obwohl dieser Trieb stets destruktiv ist, stellt er keine Bedrohung für unser Überleben dar, solange wir lernen, gut mit ihm umzugehen. Manche Situationen im Leben können uns tatsächlich beinahe das Herz brechen.
Wir fühlen uns vollkommen leer, weil wir das Gefühl haben, dass es keine Hoffnung mehr gibt und alles verloren scheint. In solchen Momenten verstärkt sich der Todestrieb, da er sich offenbar von der Schwerfälligkeit nährt, die uns ins Nichts zu treiben scheint. In der Psychoanalyse, einem von Sigmund Freund begründeten Forschungsgebiet, das einen besonderen Schwerpunkt auf das Unbewusste legt, geht man davon aus, dass alle menschlichen Triebe zu einer Handlung führen.
Jeder Trieb entstammt einem körperlichen Spannungszustand, der uns dazu veranlasst, auf die eine oder andere Weise zu reagieren. Sein Ziel ist es dabei, die erzeugte Anspannung und Erregung zu befriedigen. Diese Erregung hängt mit einem bestimmten Organ im Körper zusammen und auch mit dem Objekt, welches diese Regung ausgelöst hat. In diesem Artikel werden wir dir aufzeigen, dass Triebe nicht unbedingt sexueller Natur sein müssen.
Thanatos oder der Todestrieb , ist ein unbewusster Impuls, der uns zur absoluten Ruhe oder anders ausgedrückt, in die Nichtexistenz treibt. Er veranlasst uns zur Selbstzerstörung und zur vollständigen Vernichtung. Dieses Konzept wird ergänzt durch unseren Lebenstrieb, welcher das komplette Gegenteil des Todestriebes darstellt.
Er verkörpert unseren Wunsch, uns selber zu erhalten und zu überleben. Wir brauchen sowohl den Todestrieb Thanatos als auch den Lebenstrieb. Sie kämpfen fortlaufend gegeneinander, um dadurch ein Gleichgewicht zu schaffen. Dieses Gleichgewicht dient unserer Selbsterhaltung und unserem Überleben. Obwohl Thanatos die destruktive Kraft ist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sie stets negativ ist.
Genauso verhält es sich mit unseren Lebenstrieben. Nicht in jedem Fall sind sie positiv. In der Psychoanalyse gibt es einige Konzepte, die uns aufgrund ihrer Komplexität abschrecken. Daher werden sie in vielen Fällen nicht angewendet oder schlichtweg verworfen. Der Todestrieb kann sich auf unterschiedliche Weise manifestieren. Nachfolgend findest du einige Beispiele hierfür:.
Wenn wir aggressiv werden, kann das dazu führen, dass wir andere Menschen, Objekte natürliche oder künstliche oder auch uns selber schädigen oder zerstören. Wir versuchen dabei bewusst, Schaden zu verursachen. Einige psychische Erkrankungen führen dazu, dass sich die Betroffenen selber verletzen.
Psychologielexikon
Ein Beispiel für dieses selbstverletzende Handeln ist die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Die Projektion ist ein Abwehrmechanismus, bei dem wir das auf andere projizieren, was in uns selber vor sich geht. Wenn uns etwas nicht zufriedenstellt oder in uns Angst oder Unwohlsein auslöst, dann manifestiert sich der Todestrieb.
Darüber hinaus gibt es noch weitere Aspekte, die mit dem Todestrieb im Zusammenhang stehen. So besteht eine Verbindung zum Prinzip der Realität. Dieses Prinzip ermöglich es uns, unser Leben zu steuern und zu regulieren. Das Prinzip des Vergnügens wiederum hat mit der Befriedigung unserer Wünsche zu tun.
Thanatos: Ist der Todestrieb so negativ, wie wir glauben?
Dadurch können wir uns in der Gesellschaft durchsetzen und behaupten. Freud war jedoch der Auffassung, dass der Todestrieb am meisten mit dem Prinzip des Nirvana verbunden ist, jenem Konzept des Nichts, der vollkommenen Ruhe und des Todes. Obwohl Thanatos uns dazu veranlassen kann, uns selber zu schaden oder zu zerstören, ist sein Einfluss dennoch nicht immer negativ.
Durch die Situationen, in denen wir versucht haben, uns selber zu zerstören, stärken wir unsere Widerstandskraft. Darüber hinaus ist der Todestrieb auch eng verknüpft mit Erholung und Ruhe; beide sind für unser Überleben ausgesprochen wichtig. Wenn wir den Todestrieb nun als eine Kraft ansehen, die uns dabei hilft, uns besser an unsere Lebensumstände anzupassen, dann wirkt er auf uns dadurch weniger bedrohlich.
Im Gegenteil, wir können sogar erkennen, welchen Nutzen er uns bietet. Aber wie genau hilft er uns dabei, uns anzupassen? Ganz einfach dadurch, dass wir durch ihn in der Lage sind, uns in vielen Situationen zu verteidigen und notfalls auch zu kämpfen.
Triebreduktionstheorien
Aufgrund unseres Lebenstriebs streben wir nach sexueller Befriedigung. Thanatos wirkt dann in dem Moment, in dem wir den Orgasmus erleben und danach in einen extrem entspannten und gelösten Zustand zurückkehren. Darüber hinaus ermöglicht uns der Todestrieb, dass wir uns von Objekten und Gegenständen distanzieren und trennen können. Dadurch behalten wir unsere eigene Identität, können authentisch sein und vermeiden eine zu enge Bindung zu diesen Objekten.
Zusammenfassend können wir feststellen, dass Thanatos sowohl destruktiv als auch reparierend und aufbauend wirkt. Er ist für unser Überleben von entscheidender Bedeutung und wirkt gemeinsam mit unserem Lebenstrieb. Diese einzigartige Kraft hilft uns, mehr über uns selbst und über das Leben zu lernen. In jeder Kultur gibt es Legenden über die Entstehen von Leben und Tod.
Wir erzählen in diesem Beitrag vom Tod in der japanischen Mythologie. Alle zitierten Quellen wurden von unserem Team gründlich geprüft, um deren Qualität, Verlässlichkeit, Aktualität und Gültigkeit zu gewährleisten. Die Bibliographie dieses Artikels wurde als zuverlässig und akademisch oder wissenschaftlich präzise angesehen. Sie sind kein Ersatz für eine professionelle Diagnose, Beratung oder Behandlung.
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Ist dieser Todestrieb wirklich so negativ, wie wir glauben? Der Ursprung des Todes in der japanischen Mythologie. Freud, S. Obras completas.
Todestrieb
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