Klinische psychologie davison
Auflage Klinische Psychologie Online-Materialien. Martin Hautzinger Universität Tübingen Psychologisches Institut Klinische Psychologie und Psychotherapie Christophstr Tübingen Die amerikanischen Teile wurden übersetzt von Maria Baur Titel der Originalausgabe: Gerald C. Neale Abnormal Psychology.
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Gerald C. Davison, John M. Neale u.a.: Klinische Psychologie
Auflage von Neu: Die Lehrmaterialien stehen online zur Verfügung. Dieses E-Book ist auch als Printausgabe erhältlich ISBN. Auflage Dieses Lehrbuch Klinische Psychologie erscheint nun bereits in der 7. Ohne Zweifel gehört es zu den erfolgreichen Einführungswerken und hat viele Generationen von Psychologen geprägt. Die leicht und gut lesbare Art, die didaktische Konzeption, die inhaltliche Auswahl und die stetige Aktualität haben dieses Werk zu einem Klassiker gemacht.
Das Feld der Klinischen Psychologie hat über die letzten Jahrzehnte beachtliche Veränderungen erlebt; verschiedenartige Neuentwicklungen fanden statt, und eine Fülle stetig neuer Erkenntnisse bedarf der Integration. Wissenschaftlich ist die Klinische Psychologie ein ausgesprochen aktives, innovatives und produktives Gebiet. Das Fach integriert Erkenntnisse aus den Grundlagendisziplinen von der Allgemeinen Psychologie über die Biologische Psychologie,die Neuropsychologie und Neurobiologie bis hin zu der Diagnostik und den Forschungsmethoden.
Dieser Entwicklung tragen inzwischen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen Rechnung Psychotherapeutengesetz , indem die Klinische Psychologie die wesentliche Grundlage für die Berechtigung zur heilkundlichen Tätigkeit als Psychologe bzw. Psychologischer Psychotherapeut darstellt. Die stattfindenden Veränderungen in der akademischen Ausbildung im Fach Psychologie Stichwort Profilbildung sowie die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen führen dazu, dass die Klinische Psychologie eine noch zentralere Stellung erhält.
Die Inhalte dieses Lehrbuchs sollten daher allen Absolventen von Bachelor-Studiengängen vertraut sein und in Klausuren bzw. Das Lehrbuch ist genau auf dieses Niveau 2. Studienjahr eines Bachelor-Programms bzw. Semester eines Diplomstudiums zugeschnitten und kann daher sowohl in Fachhochschulen wie auch in Universitäten eine ideale Grundlage für die Ausbildung liefern. Die Informationen auf der CD-ROM sowie die zusammenfassenden Kontrollfragen am Ende jedes Abschnitts helfen bei der Vor- und Nachbereitung einer Vorlesung zur Klinischen Psychologie.
Eine Ergänzung bzw. Vertiefung durch ein Seminar zur Klinischen Psychologie, unter Umständen orientiert an den Empfehlungen für weiterführende Literatur, entspricht dann den Anforderungen der Rahmenstudienpläne für das Bachelor-Studium nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Das Lehrbuch ist in vier Teile mit insgesamt 18 Kapiteln gegliedert.
Im ersten Teil werden die Grundlagen des Faches theoretische Rahmenkonzepte, diagnostische Herangehensweisen, Forschungsstrategien dargestellt. Im umfangreichen zweiten Teil geht es um die zentralen Störungsbilder und psychischen Erkrankungen, die hinsichtlich Symptomatik, Diagnostik, Epidemiologie, Ätiologie und Therapie sowie aktuellen Forschungsergebnissen vorgestellt werden.
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Im dritten Teil werden psychische Störungen unter dem Blickwinkel der Lebensspanne bzw. Der vierte Teil geht auf die unterschiedlichen psychotherapeutischen Interventionen und ihre Evaluierung sowie auf ethische und rechtliche Fragen ein. Vorwort zur 7. Auflage V. Es war unser Anliegen, auf die zentralen und häufigen Themen des Faches einzugehen und durch Kästen bzw.
Die weiterführenden Literaturempfehlungen vertiefen und vervollkommnen die jeweiligen Abschnitte. Aus Gründen der leichten Lesbarkeit wird durchgängig die männliche Form verwendet. Es sind jedoch selbstverständlich stets Frauen und Männer gemeint! Dieses Buch verdankt seine Entstehung der Arbeit vieler Köpfe und Hände. Besonders hervorheben möchten wir die sehr gelungene Übersetzung der integrierten amerikanischen Teile und die Lektoratsarbeit von Reiner Klähn.
Die Herstellung und Gestaltung lag in den kompetenten Händen von Anja Renz. Ohne die Hilfen und inhaltlichen Anregungen von Elisabeth Thies wären die zahlreichen Neuerungen und die gründliche Neubearbeitung nicht gelungen. Sie hat es uns leicht gemacht, dieses Lehrbuch in der nun vorliegenden Form zu erstellen.
Ergänzt wird diese Teamleistung durch Hilfen von Heike Berger vom Beltz Verlag. Es liegt nun anden Lesern und den Studierenden, das hier gespeicherte Wissen zu erwerben und nutzbar zu machen. Tübingen, im April Martin Hautzinger Zusatz 8. Auflage: Die Inhalte der CD-ROM stehen nun online zur Verfügung, s.
Klinische Psychologie
Das DSM, das ICD und die Diagnose-Kritik 77 4 Klinische Erhebungsverfahren Reliabilität und Validität von Untersuchungsverfahren Reliabilität Validität Psychologische Erhebungsverfahren Klinische Interviews Psychologische Tests Diagnostik vonverhalten und Erleben Biologische Erhebungsverfahren Bildgebende Verfahren: Einblick indas Gehirn Neurochemische Verfahren Psychophysiologische Verfahren Neuropsychologische Verfahren Kulturelle Unterschiede und klinische Erhebungsverfahren Kulturelle Verzerrungen Strategien zur Vermeidung kultureller Verzerrungen Stabilität und Variabilität von Verhalten VIII Inhalt.
Eklektizismus und theoretische Integration in der Psychotherapie Argumente gegen eine vorzeitige Integration Kulturelle und ethnische Faktoren in der psychologischen Intervention XVI Inhalt. Ursprünglich hatte Herr H. Doch im Gespräch mit dem Therapeuten kam eine Fülle anderer Probleme zutage, von denen einige ihn seit seinen Kindertagen plagten, die meisten jedoch erst in den letzten Jahren.
Herr H. Als er sechs Jahre alt war, starb plötzlich seine Mutter, die er innig geliebt hatte. In den folgenden zehn Jahren lebte er abwechselnd bei seinem Vater oder bei einer Schwester seiner Mutter. Sein Vater trank so viel, dass er kaum einen Tagohne Alkohol überstand. Überdies litt er unter extremen Stimmungsschwankungen und hatte mehrere Monate mit der Diagnose einer manisch-depressiven Psychose in einem psychiatrischen Landeskrankenhaus verbracht.
Zuweilen war der Vater völlig unfähig, für sich selbst geschweige denn für seinen Sohn zu sorgen. Trotz all dieser Beeinträchtigungen schaffte Herr H. Während der Gesellenjahre besuchte er die Abendschule, um die Fachhochschulreife nachzumachen. Zu dieser Zeit wurden ihm seine psychischen Probleme erstmals schmerzlich bewusst. Ohne ersichtlichen Grund war er häufig sehr deprimiert, und manchmal folgten auf diese Anfälle von Traurigkeit Phasen manischen Überschwangs.
Menschen gegenüber, die er in irgendeiner Form als Autorität erlebte, fühlte er sich sehr unsicher, ob es nun sein Arbeitgeber, seine Lehrer oder seine Arbeitskollegen waren, mit denen er sich verglich und denen er sich unterlegen fühlte. Während des zweiten Jahres in der Abendschule sah er seine zukünftige Frau zum ersten Mal. Sie kam aus einer anderen Stadt und stieg mitten im Schuljahr in die Klasse ein.
Als die hochgewachsene, schlanke junge Frau anmutig und selbstsicher zu ihrem Platz ging, folgten ihr nicht nur seine Blicke. Die ganze Zeit über beobachtete er sie von weitem und setzte sich absichtlich immer so, dass er unauffällig zu ihr hinübersehen konnte. Ihre herzliche, spontane Art und ihr Charme ermutigten ihn, sie zu einem Kaffee einzuladen.
Als sie die Einladung tatsächlich annahm, bereute er es fast. Zu seinem Erstaunen verliebten sie sich ineinander und heirateten schon bald. Er hatte eigentlich studieren wollen, und dem hätte auch nichts entgegengestanden: Seine Noten waren gut, doch er entschloss sich, den sicheren Wegzugehen und Polizist zu werden. Er habe an seinen Fähigkeiten gezweifelt, erklärte er dem Therapeuten, und sei überdies zunehmend schlechter mit Situationen fertig geworden, in denen er sich bewertet fühlte.
Er hoffte, dass ihm der Status eines Polizeibeamten die Anerkennung und den Respekt verschaffen würde, die aus eigener Kraft zu erringen er sich nicht zutraute. Die Ausbildung bei der Polizei erwies sich als noch belastender als die Fachschule. Seine Stimmungsumschwünge plagten ihn weiterhin, wenn auch weniger häufig.
Und wie sein Vater, der inzwischen dauerhaft hospitalisiert war, trank er, um seine seelische Qual zu lindern. Er hatte das Gefühl, seine Vorgesetzten hielten ihn für einen Idioten, wenn er es kaum schaffte, Kapitel 1 Einführung 1 Einführung: Psychische Störungen und wissenschaftstheoretische Betrachtungen 3. Aber trotz allem stand er die körperlichen, geistigen und sozialen Zwänge der Polizeischule durch, schloss die Ausbildung erfolgreich ab und begann seine Polizeilaufbahn.
Einige Jahre später, als das Leben eigentlich hätte leichter werden sollen, wurde alles nur noch schlimmer. Er war inzwischen 32 Jahre alt, hatte einen relativ sicheren und ordentlich bezahlten Arbeitsplatz und trug sich mit dem Gedanken an ein Kind. Seine Frau teilte seinen Wunsch aber genau zu diesem Zeitpunkt begannen seine Potenzschwierigkeiten.
Zunächst gab er dem Alkohol die Schuld: Er trank allabendlich zwei bis drei Gläser Wein und schränkte seinen Alkoholkonsum nur ein, wenn er Nachtdienst hatte. Doch bald fragte er sich, ob er nicht in Wirklichkeit der Verantwortung für ein Kind aus dem Weg ging. Je verständnisvoller und geduldiger sie sich bei seinen manchmal geradezu wütenden Liebesbemühungen zeigte, umso unmännlicher kam er sich vor.
Er war unfähig, sich von ihr helfen zu lassen, denn das war seiner Meinung nach bestimmt nicht der richtige Weg zu einer befriedigenden sexuellen Beziehung. Die Probleme im Bett übertrugen sich auf andere Lebensbereiche. Sie schliefen immer seltener miteinander, was ihn nur noch misstrauischer machte, denn seine Frau war jetzt, da sie die 30 überschritten hatte, schöner und aufregender als je zuvor.
Sie arbeitete in einer Anwaltskanzlei und war dort sehr beliebt und geschätzt. Gelegentlich erzählte sie vielleicht um ihn zu verspotten von Geschäftsessen mit ihren Chefs in einem eleganten Restaurant. Aus Angst, die Kontrolle über sich vollends zu verlieren, trank er abends noch mehr als sonst. Als seine Frau anjenem Abend um zehn Uhr von der Arbeit kam, war Herr H.
Er warf ihr Untreue vor und schlug sie. In ihrem Zorn und ihrer Angst stellte sie seine Männlichkeit in Frage, wenn er es nötig habe, eine Frau zu schlagen, und warf ihm ihr enttäuschendes eheliches Liebesleben vor. Tag für Tag versuchen wir, andere Menschen zu begreifen. Herauszufinden,warum jemand diesoder jenes tut oder empfindet, ist ein schwieriges Unterfangen.
Manchmal verstehen wir nicht einmal uns selbst. Einsicht in das zu gewinnen, was bei uns als normales Verhalten gilt, ist schon mühsam genug. Aber noch viel schwieriger wird es, wenn wir ein Verhalten verstehen wollen, das den Bereich des Normalen sprengt, wie das des Polizisten in der einleitenden Fallgeschichte.
Das ganze Spektrum gestörten Verhaltens, seine Beschreibung, seine Ursachen und seine Behandlung sind Gegenstand dieses Buches. Die SuchenachErklärungen hat allerdingsihre Tücken.